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Tipps für Opfer von Internetbetrügern

Was, wenn Sie Internet-Betrügern zum Opfer gefallen sind?

Jeden Tag überschwemmen Trojaner, Bots und Phishing-Angriffe das Internet: Jeder kann von Infektionen oder Identitätsdiebstahl betroffen werden. Wenn Sie glauben, Internet-Betrügern oder Crimeware-Programmen zum Opfer gefallen zu sein, gibt es mehrere Maßnahmen, die Sie als Reaktion oder zur Schadensbegrenzung ergreifen können.

 

Bei Viren, Trojaner, Hacker

Trennen Sie sofort die Netzwerkverbindung. Entfernen sie das Netzwerkkabel, Telefonkabel oder die Kabelverbindung vom Computer. Dadurch kann verhindert werden, dass Daten zurück zum Angreifer gelangen. Bots benutzen Ihren Computer möglicherweise als Zombie in einem größeren, organisierten Angriff. Durch Trennen der Netzwerkverbindung können Sie sicher sein, dass kein weiterer Schaden verursacht werden kann. Wenn Sie die Kabel nicht vom Computer entfernen möchten, können Sie auch einfach die Netzwerkverbindung deaktivieren. Klicken Sie dazu im Windows-Startmenü auf "Einstellungen" und wählen Sie "Netzwerkverbindungen" aus. Klicken Sie dann mit der rechten Maustaste auf Ihre Netzwerkverbindung und wählen Sie "Deaktivieren" aus.  

 

Wenn Sie sich am Arbeitsplatz befinden, kontaktieren Sie die IT-Abteilung. Leiten Sie die Informationen über die Infizierung schnellstmöglich weiter. Möglicherweise wurden neben Ihren persönlichen Daten auch vertrauliche Daten der Firma gestohlen. In jedem Fall sollten Sie sofort die IT-Abteilung informieren, die Ihnen dann bei den folgenden Schritten zur Schadensbegrenzung weiterhelfen kann.

 

Wenn Sie ein Privatanwender sind, wenden Sie sich an eine vertrauenswürdige Stelle und kontaktieren Sie Ihren Internetdienstanbieter. 

 

Prüfen Sie Ihren Computer mit einem aktuellen Antivirus-Programm wie zum Beispiel Norton AntiVirus oder Norton Internet Security (ein komplettes Sicherheitssoftware-Paket). Ein Programm mit einer Antivirus- und Antispyware-Funktion erkennt und entfernt Crimeware-Bedrohungen, die ansonsten unerkannt auf Ihrem Computer verblieben wären. Wenn eine Bedrohung erkannt wird, aber nicht entfernt werden kann, können bei Symantec kostenlose Entfernungsprogrograme heruntergeladen werden, die Crimeware-Programme möglicherweise entfernen können. Diese Entfernungsprogramme stehen nicht nur für Symantec-Kunden zur Verfügung.

 

Machen Sie Sicherungskopien Ihrer wichtigen Daten. Crimeware-Programme verschaffen sich möglicherweise Zugriff auf vertrauliche Daten. Diese Daten können dann beim Säubern des Computers leicht versehentlich beschädigt werden oder verloren gehen. Wenn Sie Backup-Software installiert haben, speichern Sie eine Kopie Ihrer wichtigen Dateien (Fotos, Videos und andere persönliche oder arbeitsrelevante Dateien) auf einer gesonderten Festplatte oder einem Wechselmedium (CD oder DVD). Dadurch können Sie auch nach der Säuberung des Computers von Crimeware-Programmen auf Ihre Daten zugreifen.

 

Fangen Sie eventuell noch einmal bei Null an und installieren Sie das Betriebssystem (z. B. Microsoft Windows) noch einmal neu auf Ihrem Computer oder verwenden Sie Backup-Software. Die gerissensten Exemplare von Crimeware-Programmen vergraben sich tief in Ihrem System und versuchen mit Hilfe von "Rootkit"-Verfahren, vor Ihrer Sicherheitssoftware verborgen zu bleiben. Manchmal ist es die beste Lösung, mit Hilfe eines Programms wie Norton GoBack oder Norton Ghost zu einem Zustand vor dem Infizierungsdatum zurückzukehren. In anderen Fällen, wenn das Infizierungsdatum nicht bekannt ist und besonders wichtige Daten betroffen sind, ist es empfehlenswert, die Daten an einem anderen Ort zu speichern, das Betriebssystem komplett neu zu installieren und einen neuen Anfang zu machen.

 

Bei Internet-Betrug

Schließen Sie betroffene Konten sofort. Wenn Sie Glück haben, können sie Kreditkarten-, Bank- oder andere Internet-Konten schließen, bevor sie von einem Betrüger genutzt werden können. Vorsicht ist besser als Nachsicht: der zusätzliche Aufwand zum Sperren eines Kontos kann Ihnen später viele Mühen ersparen, wenn Sie beweisen müssen, dass Einkäufe nicht von Ihnen, sondern von Internet-Betrügern getätigt wurden. Nutzen Sie die Gelegenheit und fragen Sie bei Ihrer Bank, welche Auswirkungen dies auf Ihr Konto hat und welche Schritte unternommen werden müssen, wenn ein Schaden auf Ihrem Konto entstanden ist (z. B. Wie können nicht selbst getätigte Ausgaben bestritten werden? Werden gestohlene Gelder ersetzt?).

 

Informieren Sie sich bei Ihrem Kreditinstitut über die Sicherheit Ihrer Konten. Betrüger versuchen häufig, Informationen, wie zum Beispiel die Lieferadresse, in angegriffenen Konten zu ändern. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Kreditinstitut über Sicherheitsmaßnahmen.

 

Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Im Idealfall sollte die Anzeige am Ort des Verbrechens erstattet werden. Eine Anzeige bei der Polizei führt zwar häufig nicht zur Lösung des Falls, doch eine Kopie des Polizeiberichts kann bei dem Kreditinstitut als Beweismittel verwendet werden. Es ist gut möglich, dass Sie den Polizeibericht nie benötigen, doch falls er benötigt wird, ersparen Sie sich viel Zeit und Ärger.

 

Wenden Sie sich an die zuständigen Behörden. Wenn persönliche Daten wie Führerscheinnummer oder Sozialversicherungsnummer gestohlen wurden, benachrichtigen Sie sofort die zuständigen Behörden.

 

Überprüfen Sie Ihre Kontoauszüge und Kreditkartenrechnungen genau. Behalten Sie Ihre Konten genau im Auge. Bedenken Sie, dass es einige Zeit dauern kann, bis betrügerische Aktivitäten auf Ihren Kontoauszügen oder Kreditkartenrechnungen auftauchen.

 

Halten Sie Ausschau nach Anzeichen von Identitätsdiebstahl. Es ist nur natürlich, dass Sie nach dem Diebstahl Ihrer Identität besonders vorsichtig sind. Achten Sie in dieser Zeit auf ungewöhnliche Post, zum Beispiel Kreditkarten, die Sie nicht bestellt haben, und fehlende Rechnungen, die normalerweise immer pünktlich eingehen. Post von Lieferanten bezüglich Konten, von denen Sie nichts wissen, oder noch schlimmer, von Schuldeneintreibern bezüglich Käufen, die Sie nicht getätigt haben, ist ein eindeutiges Zeichen von Identitätsdiebstahl.

Quellenangabe

 

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